RT51 spendet für Norder Hospizverein

10. November 2018

Bereits in dritter Generation setzen sich Auricher und Norder im Round Table RT51 Aurich-Norden ehrenamtlich dafür ein, damit es anderen besser geht. Der heutige Tischabend im Reichshof in Norden mit aktiven Tablern (unter 40 Lebensjahren) und so genannten Old Tablern (über 40 Jahre) begann zunächst schwermütig.

Der Förderverein stationäres Hospiz Norden e.V. berichtete von der täglichen Arbeit mit todkranken Menschen. Eine, wie wir Tabler finden, wichtige Arbeit, da die Familien und die Pflegerinnen und Pfleger in dieser Zeit, in der einem die Endlichkeit des Lebens nahe getragen wird, zusammenstehen müssen. Diese Zeit, die viele Familien mit ihren Angehörigen noch einmal sehr intensiv verbringen möchten, sollte in einem möglichst unbelasteten Umfeld erlebt werden können. Hospize, wie es sie etwa in Leer oder Jever, und bald auch in Emden geben wird, sind solche Orte.

„Hier können die ‚Gäste‘, wie wir sie nennen, den Zusammenhalt der Familie noch einmal intensivspüren“, betont Ina Franke vom Verein. Wie stark die Nachfrage nach einem Hospiz für die ostfriesischen Inseln, den Landkreis Aurich und speziell die Stadt Norden ist, zeigen Zahlen des Vereins. Im Jahr 2016 sind 91 Patienten auf der Palliativstation des Norder Krankenhauses verstorben, die meisten an Krebs. 40 davon hatten zuvor den Wunsch geäußert, in einem Hospiz untergebracht zuwerden. „Diesem Wunsch wollen wir mit einem solchen Gebäude gerecht werden“, ergänzt RudolfKleen.

Er vertritt im Besonderen die Insulaner, für deren Angehörige es besonders schwer ist, Ihre Verwandten in Hospizen auf der ostfriesischen Halbinsel zu besuchen. Gerade weil Norden eine wichtige Schnittstelle für den Verkehr zu den Inseln sei, biete es sich an, hier ein Hospiz zu errichten.

Der Verein hat auch schon konkrete Pläne, ja, sogar eine 3D-Animation, die schon eine weitereAusbaustufe für ein ambulantes Hospiz zeigt. „Der Landrat Harm-Uwe Weber hat uns mehrfach mündlich zugesagt, dass er ein Hospiz in Norden zwischen UEK und Johann-Christian-Reil-Haus unterstützt, auch beim Grundstück, denn 2019 soll Grundsteinlegung sein. Uns fehlt nur noch die schriftliche Bestätigung bevor wir weiter machen können“, so Kleen weiter.

Hell und geräumig soll es werden, mit Gemeinschaftsbereichen, Zimmern, in denen auch Angehörige übernachten können. Jedes Zimmer soll mit einer kleinen Terrasse ausgestattet sein, auf die diePflegebetten unkompliziert geschoben werden können, wenn die Sonne scheint. „Wo man den Nordseewind spüren kann“, meint einer der Tabler. Einige in der Runde haben selbst schon Erfahrungen mit Hospizen gemacht, und gleichermaßen erlebt, wie schwer es ist, einen Platz für Angehörige dort zu bekommen. In nur einem Satz macht Ina Franke deutlich, wie hoch die Nachfragean der Küste ist: „Die Gäste eines Hospizes bleiben im Schnitt nur ca. neun Tage – mache mehr,manche etwas weniger“.

Rund zwei Millionen Euro Baukosten sind veranschlagt, der Kauf des Grundstücks nicht einberechnet.

95% der Kosten eines Hospizplatzes trägt die Krankenkasse, für den Rest kommen Trägergesellschaften oder -Vereine auf. Für Norden gibt es schon konkrete Gespräche in diese Richtung, solange müsse man aber damit rechnen, den Eigenanteil von 120.000 Euro jährlich über den Förderverein aufbringen zu müssen.

Zum Glück, bekommt dieser schwermütig begonnene Abend gegen Ende des Vortrags von Rudolf Kleen und Ina Franke doch noch eine gewisse Leichtigkeit.

Denn der Round Table RT51 Aurich-Norden hat bei der langen Einkaufsnacht in Norden in der Innenstadt einen Caipirinha-Stand aufgebaut, traditionell vor dem Geschäft von Intersport Reinhardt, und Getränke für den guten Zweck verkauft. Die Norderinnen und Norder haben fleißig getrunken, somit freuen wir uns, dass wir am heutigen Abend eine Spende in Höhe von 1000€ an den Fördervereinstationäres Hospiz Norden e.V. übergeben können.

„Wir unterstützen damit nicht nur die Gründung einer nach unserer Meinung wichtigen Institution fürNorden, den Landkreis Aurich und die ostfriesischen Inseln, sondern wir wollen damit auch die Arbeitwertschätzen, die die vielen Helferinnen und Helfer schon in das Projekt gesteckt haben“, sagt ArminRoss, Präsident des RT51.

Mit Blaulicht und Sirene in die Herzen und Köpfe der Kinder

22. Mai 2018

Für ein Kind gibt es wohl kaum etwas beeindruckenderes als ein echtes Feuerwehrauto mit Blaulicht und Sirenen. Genau so eindrucksvoll haben die Feuerwehr Wallinghausen und der Serviceclub RoundTable „RT51 Aurich-Norden“ am 18. Mai 2018 Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrern der Grundschule Egels die Gefahren des toten Winkels erklärt, damit diese sicher im Straßenverkehr unterwegs sind.

 

 

Mit einem echten Rüstwagen rückte die Feuerwehr Wallinghausen am frühen Morgen an, inklusive Blaulicht und Sirene. Damit wusste wohl jeder, dass spätestens jetzt die ganz besondere Unterrichtsstunde los geht. 60 Kinder der dritten und vierten Klassen der Grundschule Egels gingen in kleinen Gruppen um das Fahrzeug herum und haben die Größe des toten Winkels allesamt unterschätzt.

Auch die Lehrer zeigten sich beeindruckt, wie wenig ein LKW-Fahrer von seinem Fahrersitz aus sieht –und das, obwohl an neuen LKWs heute schon viele Spiegel verbaut sind. „Das hätte ich so wirklich niemals erwartet“, staunte Schulleiter Holger Krause. „Das eine ganze Klasse im toten Winkel verschwindet und damit im alltäglichen Straßenverehr in Lebensgefahr ist, ist eine beeindruckende underschreckende Erfahrung“, so Krause.

 

 

Arne Beitelmann vom Round Table Aurich-Norden, der Organisator der Aktion ‚Raus aus dem toten Winkel‘ in Aurich, zeigte sich ebenso beeindruckt: „Wir haben die Aktion von unseren Tablerfreunden aus dem Ammerland für Ostfriesland adaptiert und kannten daher das Thema daher schon. Aber dieAuswirkungen des toten Winkels in der Realität zu sehen, lässt auch mich staunen.“

RT51-Mitorganisator Patrick Löhr aus Norden freut sich über das große Interesse der Mitwirkenden.„Die Kinder und Lehrer hatten großen Spaß und das hat den Lerneffekt sicherlich noch verstärkt. Natürlich ist uns vom Round Table auch wichtig, dass wir bei den Kindern die Wahrnehmung für dieSicherheit im Straßenverkehr noch etwas verbessern konnten.“

 

 

Armin Ross, Präsident des RT51 Aurich-Norden ergänzt: „Großer Dank geht bei den durchgeführtenAktionen zum toten Winkel in Norden und Aurich an die Feuerwehren, die uns wirklich tatkräftig und mit großer Mannstärke unterstützt haben. Ohne Sie, wäre das nicht möglich gewesen.“ Dem Wunsch nacheiner Fortführung der Aktion kommt der Round Table in den kommenden Jahren gerne nach.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Aktion offene Türen einlaufen. Im kommenden Jahr werden wir uns anandere Grundschulen wenden, damit auch dort die Dritt- und Viertklässler/innen sicherer imStraßenverkehr unterwegs sind.“

Große Resonanz auf Aktion „Raus aus dem toten Winkel“ in Norden

18. April 2018

Große Resonanz auf unsere Aktion „Raus aus dem toten Winkel“ an der Spietschule in Norden. Rund 150 Kinder und deren Lehrerinnen und Lehrer haben von uns die Gefahren des toten Winkels erklärt bekommen. Das Projekt wurde im Unterricht vor- und nachbereitet; das Material dazu haben wir vom RT51 gestiftet.

Großer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Norden, die mit Mannstärke und einem toll restaurierten Feuerwehrfahrzeug maßgeblich zum Erfolg der Aktion beigetragen hat.

Hier lesen Sie unsere Pressemitteilung zur Aktion, die am 18. Mai 2018 eine Fortsetzung an der Grundschule Aurich-Egels finden wird. Zudem finden Sie hier auch die Resonanz aus der lokalen Presse, bei der wir uns ebenfalls über die Berichterstattung bedanken möchten.